Neue Fahrradtour!

Weil die Radtour im letzten Jahr so viel Spaß gemacht hat und Abenteuerlust geweckt hat, geht es diese Jahr weiter auf dem Sattel durch Europa. Mein Bruder und ich fliegen am 28. August 2017 nach Thessaloniki und starten unsere Tour von dort. Sie wird uns durch 9 Länder Europas, durch einige Städte, hohe Gebirge und tolle Landschaften führen. Geplant sind täglich kleine Videoupdates von unserem Erlebnis und natürlich ein kleines Tagebuch wie im letzten Jahr. Wer das Abendteuer verfolgen will, kann unseren Blog und den passenden Vimeo channel abonnieren.

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Jonas

„Erinnerungskarte“

Im Februar habe ich mich einem besonderen Projekt gewidmet, die Erstellung meiner persönlichen Europakarte mit Fotos von Reisen durch diesen einzigartigen Kontinent. Dabei war es schwierig eine gute Gewichtung zwischen Bildern und der eigentlichen Karte zu finden. Letztendlich habe ich mich für ein Fotomosaik entschieden. Das Poster habe ich dann bei cewe in Größe 1,5 m x 1,5 m drucken lassen. Das ist eine beeindruckende Größe. Erstellt habe ich das Mosaik mit Illustrator und Pixelmator, wobei mein MacBook schon etwas ins Schwitzen kam. Ebenso habe ich eine slowakische Flagge mit einigen Bildern aus der Erasmuszeit individualisiert. Am besten dabei ist, dass meine Zimmerwände nicht mehr weiß sind, sondern voll mit Erinnerungen. Solche Projekte benötigen zwar immer Zeit, bereichern mich aber sehr und fördern die Kreativität.

Jonas

Ending Erasmus

Die letzten vier Monate studierte und (er)lebte ich in der Slowakei. Eine sehr beeindruckende Zeit mit so vielen Erinnerungen und Begegnungen mit neuen Menschen.

Würde ich Zilina weiterempfehlen?

Zilina ist zwar eine kleine Stadt und deswegen ist die Auswahl an Clubs und verrückten Freizeitaktivitäten begrenzt. Ich finde besonders wichtig sind immer die Menschen mit denen man seine Erasmuszeit verbringt. Besonders gut war hier die Organisation von Veranstaltungen durch die ESN Erasmusinitative in Zilina. So konnte man sich schnell kennen lernen und einem wurde nie langweilig. Das hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und ein wirkliches Erasmusfeeling hervorgerufen. Außerdem war die Betreuung durch die Uni immer sehr individuell und ein gutes Abscheiden in den Prüfungen gut möglich. Also wer nicht unbedingt das Großstadtfeeling braucht und vielleicht ein Naturliebhaber ist, wird in Zilina eine tolle Erasmuszeit verbringen.

Nun ist meine Zeit in Zilina vorbei und nach den Ferien geht es mit meinem Semester in Dresden weiter. Hoffentlich mit noch mehr Schwung nach so vielen positiven Erfahrungen. Schade ist es das die Prüfungsleistungen im Ausland nicht wie bei Erasmus angedacht von der heimischen Universität anerkannt werden. Das liegt wahrscheinlich an dem spezifischen Charakter des Verkehrsingenieursstudiums in Dresden. So gehen aber leider auch wenige Studenten meiner Fakultät ins Ausland. Schade, weil man so viel erleben kann, neue Menschen aus ganz Europa, ein anderes Leben in einem anderen Land und die tollen Erfahrungen bei Partys, Reisen und Wanderungen.

Das Erasmus Programm ist jetzt im Januar 30 Jahre alt geworden. Dieses Programm zum internationalen Austausch für Studenten und Auszubildende ist eines der besten um einen Austausch zwischen den Nationen zu fördern und so Ängste zu nehmen. Dadurch kann die Union nur gestärkt werden, besonders, wenn in ihr tolerante Menschen leben. Das stärkt Europa! Also nutzt eure Chance auf einen Auslandsaufenthalt und erweitert euren Horizont!

Jonas

Wandern in der Slowakei

Am beeindruckendsten in der Slowakei ist aus meiner Sicht die Natur. Es gibt mehrere Gebirge. Das nächste von Zilina aus ist die „Kleine Fatra“. Dort war ich auf dem Veľký Kriváň, dem Male Rozsutec und dem Vel’ký Rozsutec. Die Hohe Tatra ist wohl das beliebteste Gebirge zum Wandern und auch zum Ski fahren. Hier habe ich den Rysy mit 2499 m auf der Grenze zwischen Polen und der Slowakei erklommen. Außerdem war ich auf dem Solisko einem ähnlich hohen Berg. Ein weiterer sehenswerter Nationalpark ist das Slowakische Paradies, welches durch Wälder und schmale Täler gekennzeichnet ist. Aber am besten ist wohl die Bilder sprechen zu lassen:

Jonas 🙂

Erasmuslife 2

Wohnheim

Das Wohnheim ist wohl das Komischste im Vergleich zu Deutschland und komplett anders. Es befindet sich im Stadtteil Hiliny in Zilina und besteht aus mehreren Wohnblöcken. Alle Erasmusstudenten wohnen im Block 5. Die Zimmer sind meist für zwei oder mehr Studenten. Ich lebe hier mit einem Kommilitonen aus Polen zusammen. Die Dusche befindet sich auf dem Flur. Eigentlich ist das Wohnheim mehr wie ein Hotel: Es gibt eine 24h Rezeption, man muss sich den Schlüssel für die Küche erst von dort holen, um zu kochen. So kam es auch, dass ich hier nie gekocht habe, sondern immer in meinem Zimmer oder in der Mensa gegessen habe. Die Damen (es sind wirklich nur Frauen) von der Rezeption sind zwar sehr nett, verstehen aber kein Wort Englisch, was vielleicht in einem Wohnheim mit Erasmusstudenten nicht vorteilhaft ist. Es gibt hier sogar unangekündigte Kontrollen der Zimmer, was für mich ein Verstoß gegen die Privatsphäre ist. Man muss da sein Alkohol verstecken und sein Zimmer aufräumen, wenn man eine Nachricht von anderen Studenten auf Facebook mit dem Inhalt “kontollaaa” bekommt. Das ist schon verrückt! Es können dann sogar erhebliche Geldstrafen verteilt werden. Was die an sich sehr niedrige Miete sehr verteuern kann. Ich zahle nur 70 € für mein Bett im 2 Personen-Zimmer pro Monat. Es gibt auch noch ein anderes Wohnheimgebiet namens Veľký diel. Dort ist das Wohnen zwar etwas teuer, aber man hat mehr Platz und die Dusche ist im Zimmer. Ein weiterer Vorteil ist die größere Küche, welche für die ein oder andere Party genutzt werden kann. Leider kann man die Zuteilung nicht selber beeinflussen. Alle Studenten der “Faculty of Transport and Economy” leben im Wohnheim Hiliny.

Zilina

Zilina hat 80.000 Einwohner und ist damit die 5 größte Stadt in der Slowakei. Das Zentrum ist leider nicht besonders groß, besteht aus zwei Plätzen und zwei Einkaufszentren. Es gibt ein Bus und ein Oberleitungsbus Netz betrieben von dpmz. Ich habe mir ein 3 Monatsticket am Anfang des Semesters geholt. Das hat sich für mich wirklich gelohnt, da der Weg sowohl zur Uni als auch zum Bahnhof sehr gut mit dem Bus zurückgelegt werden kann, aber zu Fuß etwas weit ist.

Studentenleben

Die slowakischen Studenten leben eigentlich nur für 4 Nächte in der Woche in Zilina. Am Sonntagabend gibt es deswegen immer überfüllte Züge. Ich als Erasmusstudent habe die Wochenenden meist zum Wandern und Reisen genutzt. Meist hatte ich auch in der Woche genügend Zeit. Die habe ich für das Selbststudium, Schwimmen, kleinere Ausflüge oder Partys genutzt.

Bahnfahren

Das Fahren mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft ZSSK ist für Studenten in der Regel kostenlos. Hierfür ist eine Registrierung erforderlich. Die kostenlosen Tickets sind dabei kontingentiert. So gibt es Sonntagabend meist keine gratis Tickets. Sie müssen aber am Schalter im Bahnhof gelöst werden.

Partys

Partys dürfen im Erasmusleben natürlich nicht fehlen. Der größte Club in Zilina ist der Enjoyclub im Zentrum. Hier finden jeden Freitag und Samstag Partys statt sowie einmal pro Monat spezielle Studentenpartys statt. Besser finde ich immer noch Bars. Von denen gibt es hier deutlich mehr. Das Bier ist sehr billig und kostet um1€. Die nächste Bar ist direkt neben dem Wohnheim, die „Stara Mensa“. Dort kann man Bowlen, Kickern und Darrt spielen.

ISIC Card

Das ist der internationale Studentenausweis, welcher hier für fast alles nötig ist. Die Mensa wird damit bezahlt, es lässt sich die Wohnheimtür öffnen und die Karte ist natürlich Identifikationskarte.

Mensa

Es gibt zwei größere Mensen an der Uni. Eine in Hiliny und die andere in Veľký diel. Das Essen finde ich nicht so toll, ist aber eine willkommene warme Mahlzeit am Tag. Es gibt immer eine Suppe und ein Getränk dazu. Das ist ein kleiner Überblick über das Studentenleben in Zilina. Ich hoffe einige Informationen waren interessant und können vielleicht bei der Wahl des Erasmusortes helfen.

Jonas

 

Reise nach Skopje, Thessaloniki und Nis

Vom 17. November bis zum 21. November hatte ich die Chance mit einigen Erasmusfreunden aus Litauen und Deutschland eine Reise nach Mazedonien, Griechenland und Serbien zu machen. Los ging es von Bratislava aus mit dem Flieger nach Skopje. Mein erster aber auch gleichzeitig sehr kurzer Flug. Am Airport entschieden wir uns ein Auto für die Fahrt nach Thessaloniki zu mieten. So wurde unsere Reise zu einem echten Roadtrip und wir konnten noch mehr von Mazedonien sehen.

In Skopje wanderten wir durch den Matka Canyon mit einer Höhlenbesichtigung und später zum 60 m hohen Milleniumkreuz, welches über der Stadt thront. Am Samstag ging es nach Ohrid, eine kleine Stadt in Mazedonien am Fuße eines großen Bergsees und mit einer Burg. Auch wenn es schon Spätherbst ist, wagten einige den Sprung in den kühlen See. In Thessaloniki schauten wir uns die Innenstadt mit Weißen Turm an und genossen die Zeit am Meer. Zurück ging es am nächsten Tag nach Skopje und schließlich mit dem Bus nach Nis in Serbien. Dort schauten wir uns die Burg und die Innenstadt an.

Insgesamt eine tolle Reise in der sich wieder einmal gezeigt hat, wie teilweise modern einige unterschätzte Länder wie Mazedonien und Serbien sein können. In Skopje hat zum Beispiel jeder Englisch sprechen können, was man hier in der Slowakei oder auch in Deutschland nicht erwarten kann. Und Serbien investiert kräftig in seine Infrastruktur durch den Bau eine neue Autobahn durch das Land. Auch die Innenstadt von Skopje war echt toll und dank des Projektes Skopje 2014 restauriert mit vielen Monumente und sehenswerten Gebäuden.

Hier noch einige Bilder von unserer Reise:

Jonas

Erasmuslife in Zilina

Ich lebe jetzt bereits einen Monat in der Slowakei und habe schon viel erlebt. Das Land hat viel zu bieten, vor allem die Berge haben es mir angetan. Ich war in der Kleinen Tatra und der Hohen Tatra wandern. Besonders eindrucksvoll war die Besteigung des Berges Rysy. Der Gipfel liegt auf der Grenze zu Polen, ist 2500 m hoch und die höchste Erhebung Polens. Eine andere Tour führte bei tiefen Temperaturen durch eine gefrorene Landschaft. Jeder Stein war mit einer Eisschicht überzogen und das Vorankommen war nur sehr langsam möglich. Teilweise war es sogar gefährlich. 

Außerdem war ich schon in Kosice der zweitgrößten Stadt in der Slowakei mit der größten Kirche des des Landes und einer sehr schönen Altstadt. Nach Bratislava geht es am Montag zusammen mit einigen slowakischen Studenten und Eisenbahnfreunden. Zilina an sich ist nicht sehr spektakulär, aber mit den vielen Studenten aus ganz Europa wird jeder Tag zu einem spannenden Erlebnis.

Das Erasmus Student Network, kurz ESN hat für uns alle schon einige tolle Events organisiert. So fällt das Kennenlernen leicht und man lernt interessante Menschen kennen. Es gab eine Welcome Week und ein ganzes Wochenende in den Bergen, dass sogenannte Zombie Weekend.

Fortsetzung folgt….

Jonas